Analog zu ihren Objekten verfolgt Katja Theinkom bei ihren zweidimensionalen Arbeiten linear ein Prinzip, dass sich treffend mit dem Begriffspaar ?positiv ? negativ? umschreiben lässt. Als Bildgrund dient in der Regel ein grobporiges Vlies, auf das mattes, dunkelfarbiges, handgeschöpftes Papier collagiert ist. Mit Acrylfarbe sind in diffiziler und aufwendiger Weise Papier und teilweise Vlies bearbeitet. Die paarförmig auftretenden prägenden Bildelemente lassen einerseits den Gedanken aufkommen, als befinden sich diese in Annäherung zueinander, um im gleichen Moment anderseits aber auch wieder die Vermutung nahe zu legen, als hätten sie gerade eine Trennung erfahren. So stellt sich ein instabiler Zustand ein, bei dem es jederzeit möglich erscheint, dass die Tendenz einer Zusammengehörigkeit nach der einen Seite oder der anderen kippen könnte.
Wladimir Olenburg